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Von Wasserflaschen und Vorlesungen…

Mein erster Blogeintrag. Ansich ist er ja sehr wichtig. Was schreibt man da? Nunja ich wollte vorher erstmal was trinken. Da nehme ich gerne Selter. Nun war meine Flasche schon leer, weshalb ich in die Küche ging um sie zum Leergut zu stellen und mir eine neue zu holen. Meine Mutter stellt mir netterweise immer eine neue Kleinwasserflasche auf den Tisch, welche ich doch für Unterwegs, also für die Uni, mitnehmen könne.

Gut dacht ich mir, nimmst halt diese. Es ist eine Aldi-Wasserflasche. „Aqua Mineralwasser Classic“. Das sind ja die Wasserflaschen, die beim öffnen nichtmehr überquillen, weil sie mal durchgeschütelt wurden. Da hat sich ja mal ein schlauer Mensch gedanken gemacht und einen neuen Schraubverschluss entwickelt. Bei dem ist es ja so, dass wenn man die Flasche zum ersten mal öffnet, die Kohlensäure in einer gewaltigen „Explosion“ mit lautem Knall aus der Flasche entweicht. Man kann sogar die Gase sehen, wie sie zu allen Seiten heraus strömen. Ansich finde ich das ja ganz lustig, nicht zuletzt wegen des schon erwähnten Knalles, der damit verbunden ist.

Das sehen andere Leute aber meist nicht so. Vor allem, wenn man die Flasche in ihrer Nähe ‚knallen‘ lässt. Besonders im Vorlesungssaal kann das etwas unangenehm sein, wenn man da mit zweihundert anderen Studenten eingefercht sitzt, und sich dann jeder Student zwei Reihen vor und unter einem zur Quelle des Geräusches zuwendet und den Verursacher einen leicht bösen Blick zuwirft. Das ist dann nichtmehr ganz so lustig. Natürlich. Jedoch ist es in einem Vorlesungssaal sowieso nie wirklich ruhig. Ich mache meine Flasche meist auch nur in der Fünf-Minuten-Pause auf, wo sowieso jeder durcheinader redet.

Vorlesungen sind übrigens keine Pflichtveranstalltungen. Bei meinem Studiengang zumindest. Informatik. Der wurde ja vor kurzem auf Bachelor/Master umgestellt. Eine tolle Entscheidung. Nein, echt. Wenn man sein Abitur in der Tasche hat, kann man gleich von der Schule weg „in die neue Schule“. Somit entfällt die Umgewöhnungsphase. Ein Bachelorstudiengang ist ja sowieso viel Verschulter. Man hat einen festen Stundenplan, Übungsgruppen, Hausaufgaben, Literarturhinweise die man doch bitte Lesen soll und auch noch Referenzsemester, die einem dann sagen, wann man spätestens dieses Modul bestanden haben soll. Das ist jedoch kein Hinweis seitens der Uni, sonden eine Pflichtvorgabe. Hat man nach überschreiten eines Referenzsemesters ein Modul noch nicht bestanden wars das mit dem Studium.

Aber wer braucht auch neue und vor allem mehr Studenten. Studiengebühren zeigen uns ja, dass Studieren nicht allen offen stehen soll. Dies wird dann auch gern mit den Verweis auf die USA gemacht, wo ja alle großen Unis Studiengebühren verlangen. Gut, dass sind alles private Lehranstallten aber ist ja egal. Man kann ja einen Kredit aufnehmen um die Studiengebühren in Höhe von 500€ (jetzt nurnoch um die 350€) zu zahlen. Das der Student auch noch 252€ Semesterbeitrag zusätzlich zahlen muss, naja egal. Die staatlichen Unis müssen halt mit privaten Geldern finanziert werden. Ist ja auch irgendwo logisch.

Im neuen Konjunkturpaket sind ja auch einige Millionen für Bildung veranschlagt. Die gehen meist für die Sanierung von Schulen drauf. Das die alten Lehrbücher, unterbezahlte Lehrer und schlechtes oder kein Schulessen immernoch vorhanden ist, auch wenn die Wände neu gestrichen sind, ist ja auch egal. Wenigstens bekommen dann eingie Schulen vielleicht einige Solarzellen aufs Dach. Damit können sie dann wenigstens etwas Strom sparen. Sowas sollte es ja auch für meine Uni geben. Gut währe ja, wenn man das aus Studiengebühren zahlen könnte. Geht nicht. Leider ist die Verwendung dieser Geldmittel an Bedingungen geknüpft. Verbesserung der Lehre. In der Uni sind bereits alle Wände gestrichen. Auch die Bibliothek hat alle neuen Bücher bereits gekauft. Natürlich aus Studiengebühren. Der Rest schlummert jetzt in irgendwelchen Töpfen.

Hmm, nun ist meine Wasserflasche leer. Ich glaub ich hol mir mal eine neue.



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